Diese Themen liegen mir besonders am Herzen!

Wir wollen mit Spielstraßen zeigen, dass eine Stadt ohne Autos lebenswerter ist.

Mehr Platz für Menschen

Mehr Platz für den Rad- und Fußverkehr sowie für das Spielen auf der Straße, eine bessere Aufenthaltsqualität im öffentlichen Raum sowie Verkehrsberuhigung. Das sind nicht nur die Ergebnisse aus dem ersten Bürger:innen-Rat Friedenau in 2019, sondern auch Anliegen aus dem Kinder- und Jugendparlament, der Seniorenvertretung sowie vieler Menschen, die in den Initiativen in Friedenau – Lindenhof – Marienhöhe organisiert sind. Ich möchte die Verkehrswende mit den Menschen in meinem Wahlkreis gestalten!

Der autofreie Tag am 22. September letzten Jahres hat gezeigt: Für 4 Stunden verwandelte sich die Niedstraße zwischen Lauterstraße und Hauptstraße in eine temporäre Spielstraße, in der Klein und Groß sich auf der Fahrbahn aufhalten, spielen, entspannen und unterhalten konnten. In anderen Bezirken Berlins, in vielen Städten deutschland- und europaweit gibt es solche Initiativen. Ich möchte Initiativen unterstützen, die in ihrer Nachbarschaft eine temporäre Spielstraße einrichten und sich für Verkehrsberuhigung und mehr Aufenthaltsqualität einsetzen wollen.

Sichere Schulwege

Jedes Kind soll sich sicher und selbstbestimmt im Kiez bewegen können. Auf der Grundlage der Beschlüsse aus dem Kinder- und Jugendparlament sowie den Forderungen der Initiative “Sicher zur Schule – in Friedenau” soll ein sicheres Schulwegenetz entstehen. Ein großes Ärgernis stellen Straßeneinmündungen dar, die zugeparkt sind. In der BVV habe ich mich gemeinsam mit meiner Fraktion dafür eingesetzt, dass im Bezirk Fahrradbügel im Einmündungsbereich auf der Fahrbahn aufgestellt werden, um unzulässiges Eckenparken zu verhindern und die Sichtbarkeit von Kindern zu erhöhen. Der BVV Beschluss existiert, nun muss es in der nächsten Wahlperiode in die Umsetzung gehen. 

Lebendige Geschäftsstraßen

Ich möchte eine Rhein- und Hauptstraße und Bundesallee, in der die kleinen Geschäfte bleiben und sich neue ansiedeln. Geschäftsstraßen, die zum Schaufensterbummel einladen. Teilweise seit Jahren leerstehende Ladengeschäfte laden hierzu jedenfalls nicht ein. Diese tragen dazu bei, dass es praktisch keine Aufenthaltsqualität dort gibt. Die nahegelegene Schloßstraße stellt eine große Konkurrenz dar. Was man dort nicht bekommt, wird dann per Mausklick im Internet bestellt. Und schon stehen die Lieferfahrzeuge von DHL und Co. Im Weg herum. Wenn noch mehr Menschen wenigsten einen kleinen Teil ihrer Einkäufe lokal erledigen würde, in Bereichen, in denen es möglich ist und ein entsprechendes Angebot im Kiez existiert, wäre dieses schon ein wichtiger erster Schritt in die richtige Richtung.

„Wenn man für den Autoverkehr plant, kriegt man Autos. Wenn man für den Radverkehr und für Fußgänger plant, kriegt man Menschen“. Das waren die Worte von Prof. Ineke Spape von der Universität Breda in den Niederlanden bei einer Veranstaltung im Abgeordnetenhaus vor ein paar Jahren. Und als gutes schlechtes Beispiel zeigte sie ein Bild aus der Friedenauer Rheinstraße, die sie an dem einen Tag ihres Aufenthaltes in Berlin besucht hatte. 

Dieses Beispiel sollte zeigen, wie wichtig es für unsere Einkaufsstraßen ist, Platz für die Menschen zu schaffen, die ihre Kund:innen sind: Nämlich Fußgänger:innen und Radfahrer:innen. Denn diese, so Spape, sind wirtschaftlich interessanter als Autofahrer:innen. Die niedrigschwelligste Wirtschaftsförderung für unseren lokalen Handel bedeutet, dass wir die Aufenthaltsqualität erhöhen:

  • Autoparkplätze umwandeln in Fahrradparkplätze und und sogenannte Pocketparks
  • Unkommerzielle Sitzgelegenheiten schaffen, die zum Verweilen einladen und so wichtig sind für mobilitätseingeschränkte Menschen sowie
  • ein Toilettenkonzept, denn nicht jede/r kann es sich leisten, extra dafür einen Kaffee oder Tee trinken zu gehen. Gerade für Senior:innen kann das ein wichtiger Punkt sein.

Meine Bewerbungsrede als Direktkandidatin